Die tiefere Empfindungserfahrung bzw. der Lernschritt, der bei dieser Übung, erlebt und somit ganz praktisch in das soziale Leben übertragen werden kann, ist der, dass alle differenzierten Prozesse des menschlichen Bewusstseins zu einer Art Erhellung bzw. Durchlichtung des Körpers- und des Gefühlserlebens beitragen können.
Für gewöhnlich prägen uns die vielen Eindrücke und Einflüsse unseres Alltags in Familie und Beruf. Diese sind meist begleitet von Pflichten und Verantwortungen, eher selten von einem freudig friedvollen oder harmonisch emphatischen Denken, Fühlen und Wollen.
Wir stehen somit tendenziell mit unseren Sinneswahrnehmungen und Sinneseindrücken eher unbewusst und unkonkret anderen Menschen, Tätigkeiten, allgemein den Objekten und Phänomenen des Lebens gegenüber.
Wenn wir uns beispielsweise bei der Betrachtung einer Landschaft nicht nur den Emotionen von „schön“ oder „nicht schön“ überlassen, sondern uns eine konkrete und differenzierte Vorstellung mit klaren Gedanken zu den Formen einer Landschaft, deren Pflanzenbewuchs, der Farben oder der Wahrnehmung des Licht- und Schattenspiels wiederholt hingeben, steigern wir unsere Beziehunsgfähigkeit nicht nur ggü. den Erscheinungen der Natur, sondern ggü. allen Erscheinungen, die uns im Leben begegnen.
Für unsere letzte Yoga-Kursstunde vor den Sommerferien entschlossen wir uns eine mit bewusster Aufmerksamkeit durchgeführte Naturbetrachtung mit differenzierten Wahrnehmungen auf dem Vogelherd bei Radolfzell-Güttingen durchzuführen.
So konnten wir das zuvor in der Übung „Fisch“ erlebbare, weite, sensible und differenzierte Körpererleben gegenüber den einzelnen Körperabschnitten bei der Übung, unmittelbar im Sinne einer Lernerfahrung bzw. eines Lernschrittes, bei der nachfolgend dargestellten Naturbetrachtungsübung anwenden und umsetzen.
Aufmerksamkeit führt zur Ruhe bei gleichzeitiger Wachheit und zur Möglichkeit die eigenen Lebensumstände eigenverantwortlich zu ordnen und aktiv zu gestalten.













