Die Yogaübungen, wie wir sie hier bei uns im Studio praktizieren, eröffnen dem Übenden die Möglichkeit verschiedene tiefere Empfindungen, die in der Seele ausbildbar sind, zu entwickeln und diese praktisch innerhalb des sozialen Lebens anzuwenden.
Eine solche Yogaübung ist zum Beispiel der Fisch - matsyasana.
Diese Stellung fördert die Erfahrung einer sensiblen Offenheit des Bewusstseins, welche mit konkret geführten Wahrnehmungs- und Gedankenbildeprozessen einhergeht.
Während der Übung erleben wir, welche Bereiche des Körpers gezielt und zentriert angespannt und welche Bereiche einer sensibel abgestimmten Entspannung unterliegen.
Ausgangspunkt dabei ist der Gedanke, den Körper mit seinen unterschiedlichen Leibesabschnitten differenziert und konkret, bis zum Erreichen der Endposition, wahrzunehmen, zu beobachten und entsprechend des Bildes der Stellung möglichst ästhetisch auszuformen.
Die Phasen innerhalb der Ausführung:
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Die tiefere Empfindungserfahrung bzw. der Lernschritt, der bei dieser Übung, erlebt und somit ganz praktisch in das soziale Leben übertragen werden kann, ist der, dass alle differenzierten Prozesse des menschlichen Bewusstseins zu einer Art Erhellung bzw. Durchlichtung des Körpers- und des Gefühlserlebens beitragen können.
Für gewöhnlich sind wir, geprägt von vielen Eindrücken unseres Alltags in Familie und Beruf. Diese sind meist geprägt von Pflichten und Verantwortungen, eher selten von einem freudig friedvollen oder harmonisch emphatischen Denken, Fühlen und Wollen.
Wir stehen somit tendenziell mit unseren Sinneswahrnehmungen und Sinneseindrücken eher unbewusst und unkonkret anderen Menschen, Tätigkeiten, allgemein den Objekten und Phänomenen des Lebens gegenüber.
Wenn wir uns beispielsweise bei der Betrachtung einer Landschaft nicht nur den Emotionen von „schön“ oder „nicht schön“ überlassen, sondern uns eine konkrete und differenzierte Vorstellung mit klaren Gedanken zu den Formen einer Land-schaft, deren Pflanzenbewuchs, der Farben oder der Wahrnehmung des Licht- und Schattenspiels wiederholt hingeben, steigern wir unsere Beziehunsgfähigkeit nicht nur ggü. den Erscheinungen der Natur, sondern ggü. allen Erscheinungen, die uns im Leben begegnen.
Für unsere letzte Yoga-Kursstunde vor den Sommerferien entschlossen wir uns eine mit bewusster Aufmerksamkeit durchgeführte Naturbetrachtung mit differenzierten Wahrnehmungen auf dem Vogelherd bei Radolfzell-Güttingen durchzuführen.
So konnten wir das zuvor in der Übung „Fisch“ erlebbare weite, sensible und differenzierte Körperempfinden der einzelnen Körperabschnitte, unmittelbar
Um die Lernerfahrung bzw. den Lernschritt, den wie innerhalb der Yogaübung des „Fisch“ durch wache Wahrnehmung kennengelernt haben, innerhalb einer Aktivität des Alltages, direkt umsetzen.
Aufmerksamkeit führt zur Ruhe bei gleichzeitiger Wachheit und der Möglichkeit die eigenen Lebensumstände eigenverantwortlich und geordnet zu gestalten







